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Zwischen Glück und Tränen: Au-pair in Australien – Planung und Organisation oder auch nicht?

Knapp sechs Jahre ist es nun her, dass ich die Schule mit dem Abitur abgeschlossen habe und in den Flieger nach Perth, Western Australia, für das wohl größte Abenteuer meines Lebens gestiegen bin. Für mich stand schnell fest, dass ich nach dem Abi erst noch ins Ausland möchte, bevor der Ernst des Lebens los bzw. weiter geht. Meine Erfahrungen und Erlebnisse möchte ich nun hier mit euch teilen. Meine Au-pair Story werde ich vermutlich in drei Teile gliedern, damit nicht so viel auf einmal kommt:

Teil 1: Au-pair in Australien – Planung und Organisation oder auch nicht?

Teil 2: Mein Au-pair Alltag in Perth, voller Emotionen und Herausforderungen

Teil 3: Ausflüge und Aktivitäten in Western Australia

Und nun geht’s los!

Ich habe ca. ein Jahr im Voraus begonnen mich über Au-pair Programme zu informieren. Eine Bekannte empfahl mir die Agentur StepIn und wenige Wochen später saß ich mit meinen Eltern dort bei einem Info-Abend. Leider hatte ich irgendwie verplant, dass es bei diesem Info-Abend um das High School Jahr in Australien ging, und nicht um Au-pair. Toll. Aber dennoch konnte ich dort die ersten Eindrücke von Australien sammeln.

Australien stand für mich als Land sofort fest, doch warum ausgerechnet Perth? Perth, die „einsamste Großstadt der Welt“? Ganz genau. An die Ostküste, insbesondere in die Umgebung rund um Sydney und Brisbane wollen alle, also warum nicht einfach ans andere Ende von Australien? Ehrlich gesagt habe ich mir auch damals gar nicht so viele Gedanken gemacht bzw. Informationen gesammelt, wo es hingehen soll. Denn ich wollte einfach nur weg aus Deutschland.

perth
An einem meiner ersten Tage in Perth

Nachdem ich mich dann wenige Wochen später für das Au-pair bzw. Demi-pair Programm angemeldet hatte, ging die Planung weiter: Fragebogen ausfüllen, ein Motivationsschreiben anfertigen, noch ein Praktikum machen, um weitere Erfahrung mit Kindern nachweisen zu können, Referenzschreiben von Bekannten erstellen lassen, polizeiliches Führungszeugnis anfordern, und, und, und. Eine Menge Arbeit also! Aber kurz nach der Einsendung meiner Unterlagen bekam ich auch schon einen Termin für ein Telefon-Interview mit StepIn, bei dem meine Englisch Kenntnisse geprüft wurden. Ich hatte richtig Panik vor dem Gespräch, aber letztendlich war das Telefonat echt nett und gut zu meistern (Englisch-Leistungskurs sei Dank :p).

Dann bekam ich wenige Wochen später auch schon den ersten Vorschlag für eine Familie: Mama, Papa, 5-jähriger Junge und 7-jähriges Mädchen. Schon beim ersten Skype-Call war mir die Familie extrem sympathisch und sie nannten mir gleich die Namen ihrer zwei letzten bzw. des aktuellen Au-pairs, damit ich über Facebook Kontakt zu diesen aufnehmen kann. Das fand ich total lieb und absolut nicht selbstverständlich. Eigentlich war ich mir auch schon direkt sicher, dass ich mich für diese Familie entscheiden werde.

strand
Strand Promenade

Gesagt, getan. Nun ging es darum, die genauen Daten abzuklären, das Working Holiday Visum zu beantragen und die Flüge zu buchen, was übrigens auch StepIn für mich erledigt hat. Bei dem Hinflug ging es von Frankfurt über Singapur nach Perth. Da ich nicht wusste und die Familie mir auch nicht sagen konnte, ob ich an den Wochenenden auch mal mehrtägige Ausflüge innerhalb von Australien machen kann, entschied ich mich bei dem Rückflug von Sydney aus zurück nach Deutschland zu fliegen, damit ich nach meiner Zeit in Perth mindestens noch Sydney sehen kann! Das war übrigens die beste Entscheidung überhaupt, aber dazu später mehr!

Geplant waren ursprünglich 12 Wochen Demi-pair. Das heißt, dass ich während der gesamten Zeit noch einen Sprachkurs besuche und am Ende mit einer Prüfung und dem Cambridge Zertifikat abschließe. Leider kam der Kurs zu meinem gewünschten Zeitraum nicht zustande, weswegen ich dann doch „nur“ Au-pair gemacht habe. Die ersten vier Wochen musste ich dann aber dennoch an einem Sprachkurs an der Phoenix Academy teilnehmen. Ich muss sagen, dass die Sprachschule echt ganz gut war um vor allem andere Leute und Au-pairs kennenzulernen.

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Letzter Tag an der Phoenix Academy

Wie bereits erwähnt, wollte ich zuerst nur 12 Wochen bleiben um dann regulär mit dem Studium im Wintersemester beginnen zu können. Leider musste ich einsehen, dass das zeitlich mit Immatrikulation, Wohnungssuche in einer neuen Stadt etc. überhaupt nicht gepasst hätte. Also habe ich meine Au-pair Zeit auf 16 Wochen verlängert und anschließend noch eine Rundreise für die Ostküste gebucht – aber dazu mehr in einem weiteren Blogpost (coming soon!). Das Umbuchen des Rückfluges hat zum Glück problemlos geklappt und hat mich nur rund 50 AUS $ gekostet! Dazu muss ich aber sagen, dass ich nur das Datum des Rückfluges verschoben habe und nicht z.B. noch einen anderen Flughafen gewählt habe. Wenn ich mich richtig erinnere, haben der Hinflug von Frankfurt nach Perth und der Rückflug von Sydney nach Frankfurt mit Quantas rund 1100 Euro gekostet. Das ist sogar noch relativ günstig für einen Gabelflug. Aber ich habe auch knapp ein dreiviertel Jahr im Voraus gebucht.

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Alles in allem bin ich echt froh, dass ich mich dazu entschieden habe mir bei der Planung und Organisation Hilfe von StepIn geholt zu haben. Wie ihr lesen konntet, musste ich einige Male meine Pläne ändern und war echt froh, dass ich mich nicht um alles alleine kümmern musste.

Insgesamt kann ich StepIn als Agentur wirklich empfehlen. Bei Fragen wurde mir sofort weitergeholfen und sie kümmerten sich auch um Themen wie Krankenversicherung, Flugumbuchungen etc. Alleine hätte ich das auf keinen Fall hinbekommen!

Das war’s nun von meinem leichten Planungs-Chaos! Die nächsten Posts folgen bald 🙂

Eure Katha ❤

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